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University news
Die Italienische Woche wird eröffnet
Am 29. Mai wurde im Konzilsaal der OGSTU die Italienischen Woche mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen eröffnet. Erfreulicher Anlass war die zehnjährige Zusammenarbeit der OGSTU mit der Mailänder Katholischen Universität vom Heiligen Herzen (UCSC).

Die feierliche Eröffnungsrede hielt Erzpriester Georgij Orechanow, Prorektor für den Bereich Internationales, im Namen des Rektors: Die Zusammenarbeit unserer Universitäten ist symbolträchtig, da die Sankt-Tychon-Universität eine der größten christlich-orthodoxen Universitäten und die Mailänder die größte nichtstaatliche Universität Europas ist, fuhr Erzpriester Georgij fort. Im Laufe der zehn Jahre weiteten wir unsere Zusammenarbeit immer weiter aus, besonders im Bereich der Geisteswissenschaft. Es haben über 100 Studenten, davon 39 italienische und 32 russische, am studentischen Austausch teilgenommen, die meisten aus der Slawistik und der Romanistik.

Auch wurden fünf Sommerschulen für beide Seiten organisiert: 2015 wurde unsere Zusammenarbeit noch enger. Nun engagierten sich unsere beiden pädagogischen Fakultäten und eine der Hochschulen der UCSC, und seit 2016 entwickeln die Forschungsgruppe für Religionssoziologie OGSTU und das Forschungszentrum Familie UCSC gemeinsam das Projekt Familie und Geburten als Grundlage der heutigen Welt. Diese hat bereits mehrere Studien betrieben zu Themen wie Gesellschaft, Familienassoziationen und Sozialpolitik, der Lebenszyklus einer Familie. Jugendliche und junge Erwachsene, Familie und Kultur, Formen der Elternschaft, hob Erzpriester Georgij hervor.

Auch der italienische Botschaftsrat Walter Ferrara war zugegen. Er begrüßte die italienischen Gäste im Namen des Botschafters in Moskau und dankte die Gastgeber für die Vorbereitung des wunderbaren Ereignisses: Solche Veranstaltungen bilden die Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit und liefert konkrete Ergebnisse in den Gebieten Kultur, Bildung und Tourismus. Nach der feierlichen Eröffnung wurde die italienische Delegation durch das Hauptgebäude der OGSTU geführt und erfuhr von seiner Geschichte als ehemalige Moskauer Diözese, in der das folgenreiche Konzil der russisch-orthodoxen Kirche von 1917-1918 stattfand. Im Anschluss traten die Absolventen der Fakultät für Kirchengesang für die italienischen Gäste auf.

Ein weiterer Höhepunkt des ersten Tages war Prof. Mariateresa Girardis Vorlesung Dante und der Wert der Poesie, in der sie den Zusammenhang von Dantes Poesie mit der politischen, moralischen und geistlichen Funktion der Literatur aufzeigte. Sie hob den religiösen Aspekt der Göttlichen Komödie hervor, die Dante selbst postuliere, nämlich die Seelen der Menschen zur Seligkeit zu verhelfen. Moralisches Ziel sei entsprechend die Abkehr vom Makel und die Annäherung zur Tugend.

Dantes Geleiter ist Prof. Girardis Ansicht nach der antike Dichter Vergil, da Dante ihn für besonders wortbegabt, elegant und aufrichtig befinde. Bezeichnenderweise befänden sich die alten Gerechten und Dichter im ersten Kreis der Hölle, weil sie vor der Ankunft Christi geboren, aber von ihren Qualen erlöst seien.

Dantes metapoetische Allusionen seien in seiner politischen Sichtweise am deutlichsten zu erkennen. Die Göttliche Komödie ist ein großartiges politisches Werk, sagte Prof. Girardi. Aus ihm aber auch aus dem einzigen vollendeten Werk Dantes in lateinischer Sprache Von der Monarchie werde klar, dass Dantes politisches Ideal das Imperium sei, dass von einem Zentrum geleitet werde. Somit sei das bürgerliche Ziel des Poems die Wiedererrichtung der Monarchie in Italien. Zum Schluss des ersten Tages trugen noch weitere zwei italienische Professoren im Konzilsaal vor: Prof. Rossi erzählte vom menschlichen Geheimnis im Schaffen Giottos, während Prof. Rovetta das Zusammenspiel von Licht und Schatten, von Geschichte und Realität in den Werken Caravaggios behandelte.





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