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University news
OGSTU wirkt an der internationalen Konferenz zu Online-Bildungskursen mit

Vom 10. bis 11. Oktober fand in Moskau die Konferenz eLearning Stakeholders and Researchers Summit statt, der von der Staatlichen Hochschule für Wirtschaft (HSE) und der Online Vortragsplattform Coursera organisiert wurde. Erzpriester Gennadij Jegorow, Institutsdirektor für Fernbildung OGSTU (IFB OGSTU), moderierte die Sektion Kommunikation in der Online-Bildung.

In den zwei Tagen fanden über 20 Sektionen, Diskussionsrunden und Workshops statt, die verschiedene Aspekte des Fernstudiums und des Fernunterrichts behandelten. Das IFB OGSTU wirkte hierbei mit der Sektion Kommunikation in der Online-Bildung mit, deren Leitung Vater Gennadij übernahm.

In der elektronischen Bildungsform wird seit längerem der Kommunikation eine wichtige Bedeutung zugemessen. So wundert es nicht, dass die Sektion der IFB OGSTU auf große Resonanz stieß und viele Teilnehmende, auch aus den USA, Niederlanden und aus Israel, anlockte.

Professor Ignatius Gous, Universität von Südafrika (UNISA), erläuterte in seiner Präsentation Communicating @ a Distance. For the Sake of Effective Teaching and Learning die Herausforderungen, vor der die Bildung im 21. Jahrhundert steht.

Tatjana Koslowa, Leiterin des Zentrums für Fernbildung an der Moskauer Technologischen Universität (MIREA), betonte, dass es falsch sei, die Online-Bildung als eine besondere Bildungsform zu betrachten, da sie ein Instrument sei, die einige Lehrprozesse effektiver gestalte. Daher seien unabhängig vom Bildungsformat dieselben Ansprüche an das Feedback der Lernenden, Lehrenden und der Administration zu stellen.

Alexej Polowinkin, Entwicklungsleiter am Online-Bildungszentrum Netology-Group, ist Mitbegründer der Online-Schule Foxford und erzählte von einigen Kniffen bei der Kommunikation zwischen Lehrenden und Schülern am Beispiel seines Unternehmens.

Erzpriester Gennadij stellte seinerseits die Ergebnisse einer Umfrage an seiner Fakultät vor. Unsere Lehrprogramme sind komplett auf die Kommunikation zwischen den Lehrenden und Lernenden ausgerichtet, betonte er. Es ging um Kommunikationsregeln, die von den Dozenten festgelegt und von den Teilnehmenden beurteilt wurden. Mehr als 80% bestätigten, dass die Bereitschaft vonseiten des Dozenten, auf beliebige Nachrichten zu reagieren, die Effektivität des Lehrprozesses steigere, und dass sie eine Rückmeldung innerhalb eines Tages wünschten. Anmerkungen zu jeder Note, selbst zu einer sehr guten, war für ein Drittel der Befragten wichtig. Auf die Frage, ob die bereits bestehenden Kurse durch Videovorträge mit Tests und Aufgaben ersetzt werden sollten, antwortete mehr als die Hälfte, dass sie die bestehenden Kurse vorzögen oder die Videovorträge als Ergänzung zu diesen wünschten. Nur 17% aller Teilnehmenden des Lehrprogramms Grundlagen der Orthodoxie und 8% des Lehrprogramms Theologie würden Audio- und Videovorträge als Basis zur Wissensvermittlung wählen.

Professorin Marina Weindorf-Sysojewa, Institut für Physik, Technologie und Informationstechnologien an der Moskauer Pädagogischen Universität, nannte die Fähigkeiten der Hochschuldozenten in der Online-Kommunikation als eine Grundkompetenz und stellte die Ergebnisse einer Umfrage unter Dozenten und Lernenden an ihrem Institut vor. Unter anderem merkte sie an, dass unter den Schwierigkeiten, auf die Lehrende beim Anlegen eines Onlinekurses stoßen, an dritter Stelle die Formulierung von Aufgaben stehe. Der Großteil der Lernenden ziehe weiterhin Textdateien gegenüber anderen Formaten vor.

Die anschließende Diskussion verlief sehr dynamisch. Die Zuhörerinnen und Zuhörer interessierten sich für die verschiedensten Fragen, und ein Teilnehmer fasste mit seiner Anmerkung die Grundgedanken der Vortragsrunde zusammen: Ich bin dankbar, dass die Probleme und die Effektivität der Online-Technologien methodologisch angegangen wurden. Wir müssen weiter zur Frage nach der Effektivität des Bildungsprozesses insgesamt gehen, da mittlerweile die elektronischen Möglichkeiten nicht mehr aus ihm wegzudenken sind. Die Frage nach der Effektivität eines Unterrichts ist noch nicht allgemein akzeptiert, aber je mehr Online-Technologien einbezogen werden, desto einfacher wird die Beurteilung, wie effektiv ein Unterricht verläuft. Deshalb muss gerade die Online-Bildung den Schritt zu einer Einführung von allgemeinen Standards tun. Und da Bildung überhaupt eine Form der gesellschaftlichen Kommunikation ist, erfährt zurzeit in der Online-Bildung die Bildungskommunikativistik ihre Geburt.

Eine genauere Reportage zur Sektion kann aus der Website des IFB OGSTU entnommen werden.


13. Oktober 2017

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