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Wissenschaftliche Konferenz zum 100. Jubiläum des Konzils von 1917-1918

An der OGSTU wurde die internationale wissenschaftliche Konferenz "Sobor und sobornost´ [das Konzil und sobornost´]: zum 100. Jahrestag seit dem Beginn einer neuen Epoche" eröffnet, deren Themen sich um das Konzil der russisch-orthodoxen Kirche von 1917-1918 kreisten. Veranstaltungsort war der Konzilsaal im Hauptgebäude der OGSTU, wo genau vor einem Jahrhundert, als das Gebäude noch die Moskauer Diözese beherbergte, die meisten Sitzungen des Konzils stattfanden.

"Hier, in diesem Saal, formierte sich das Heer der Neumärtyrer mit dem Patriarchen Tychon an seiner Spitze und ging gefasst seinen unvorstellbaren Leiden entgegen. Es war das größte Werk des Konzils, dass es sich vom Heiligen Geist zum Sprachrohr machen ließ und von Gottes Gnade erfüllt sprach", sagte Erzpriester Wladimir Worobjow, Rektor der OGSTU und Forschungsleiter der Abteilung für Neueste Geschichte der russisch-orthodoxen Kirche OGSTU.

"Nicht alle Konzile waren so beeindruckend, - da war das Konzil von 1917-1918 ganz außergewöhnlich und erstaunlich. Unter seinen Teilnehmern sind fast 50 heiliggesprochen worden. Gott sei Dank, dass mittlerweile die Unterlagen des Konzils zugänglich gemacht wurden. Viele Jahrzehnte lang, ja beinahe einhundert Jahre, lagen die meisten Unterlagen in Archiven verschlossen, und obwohl einige seiner Tätigkeiten in den ersten Jahren öffentlich bekannt gemacht wurden, war es schwierig, sich den Hergang des Konzils vorzustellen", fuhr Vater Wladimir fort.

"Es steht noch eine große Arbeit bevor, um das Konzil wirklich zu verstehen, wertzuschätzen und vielleicht auch aus ihm seine Lehren zu ziehen. Es wäre gut, wenn die Erinnerung an ihn weiterhin unsere Kirche eint und inspiriert. Unsere Konferenz wird sicherlich hierbei sehr nützlich sein. In der Hoffnung, dass die Erschließung des Quellenmaterials zum Konzil weiter vorangetrieben wird, wünsche ich Ihnen viel Erfolg und möchte mich bei den Vortragenden und den sich versammelten Gästen recht herzlich bedanken", schloss der Rektor der OGSTU seine Rede.

In seinem Vortrag "die Statistiken des russisch-orthodoxen Konzils von 1917-1918 als Quelle zur Untersuchung der russischen Religionskrise" betonte Erzpriester Georgij Orechanow, Doktor der Kirchengeschichte und Prorektor für den Bereich Internationales der OGSTU, dass sich am Vorabend der Umwälzungen die russisch-orthodoxe Kirche in einer äußerst schwierigen Situation befand. "Die Zahl der Priester und Kirchen konnte überhaupt nicht mit dem Zuwachs der orthodoxen Bevölkerung mithalten. Die Kirchenmitglieder erwiesen sich geographisch immer weiter von ihren Kirchen entfernt. Millionen von Menschen, darunter auch Millionen von Kindern, hatten keinen Zugang zur Bildung und auch nicht zu den grundlegenden Lehren über Gott, die Bibel, die Sakramente und das Gebet", hob er hervor.

"Ganz sicherlich wurden solche Menschen zu einer leichten Beute für Aufwiegler und Populisten, die sich den Krieg und die angespannte innenpolitische Situation in Russland nach Februar 1917 zunutze machten. Eben das sollte am Konzil von 1917-1918 erörtert werden. Allerdings ist es offensichtlich, dass schon zum damaligen Zeitpunkt die Statistiken, die hier angesprochen wurden, bereits unbrauchbar waren. Zu rasant entwickelten sich die Ereignisse ", resümierte Erzpriester Georgij.

(Übers. in gekürzter Form)

14.11.2017

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